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Primarschule Bühler erhält gute Noten

Gemäss Ausserrhoder Schulverordnung müssen sich die Gemeindeschulen alle drei bis fünf Jahre einer externen Evaluation unterziehen. Nach 2010 war diese in Bühler im Mai 2016 wieder fällig. Zwei ausserkantonale Fachleute prüften dabei die Arbeit an der Primarschule (Kindergarten bis 6. Klasse) sowie jene der Schulleitung und der Behörden. Das Resultat wurde an einem öffentlichen Anlass vorgestellt.

Die seit Juni dieses Jahre amtierende Schulpräsidentin Manuela Koller zog schon bei der Begrüssung das Fazit: „Wir haben eine gute Schule mit Optimierungsbedarf“. Stefan Chiozza vom Departement Bildung und Kultur AR sowie Schulleiter Jürg Hellmüller hatten für den Anlass eine Powerpoint-Präsentation vorbereitet, die sie einem – leider nicht allzu zahlreichen – Publikum im Detail erläuterten.

 

Stefan Chiozza machte klar, dass es bei diesen Schulevaluationen nicht um ein „Ranking“ zwischen Schulklassen gehe, etwa in der Art einer Pisa-Studie. Es gehe vielmehr darum, sich etwa alle drei bis fünf Jahre Rechenschaft zu geben über Stärken und Schwächen an der Schule sowie um Entwicklungspunkte festzustellen. Die Grundlagen dafür bildeten aufwändige Befragungen vor allem der Eltern, der Lehrpersonen, der Behördemitglieder sowie Unterrichtsbesuche und die Analyse eingereichter Dokumente. Diese wurden durch das Evaluationsteam zu Kernaussagen verdichtet und der Schulführung und dem Schulteam vorgestellt.


Gute Lernatmosphäre

Es wurden verschiedene Qualitätsbereiche beurteilt, wie Klassenführung, Lernklima, Zielnutzung, Didaktik und Beurteilung, Lehr- und Lernprozesse, Differenzierung, Absprachen innerhalb des Teams sowie das Schul- und Qualitätsmanagement. Kurzes Fazit: Es wird lobend erwähnt, dass eine wohlwollende Arbeits- und Lernatmosphäre besteht, die Unterrichtszeiten genutzt werden und der Unterricht anregend gestaltet wird. Die Informationen der Schule erfolgen gegenüber den Kindern und Eltern frühzeitig und umfassend und im Bereich der Schulführung seien die Abläufe, Zuständigkeiten und Kompetenzen klar geregelt.

 

Entwicklungsbereiche aufgezeigt

Wichtiges Ziel der Evaluation ist aber auch das Aufzeigen von Entwicklungsbereichen, die das Evaluationsteam sowohl für die Schulführung als auch für das Schulteam erkannt und formuliert hat. So wird festgestellt, dass der Grossteil der Kinder gerne in die Schule geht, dass sich aber dennoch eine recht grosse Anzahl der Kinder nicht richtig wohl fühlt. Hier bestehe im Bereich „Respekt, Regeln und Wohlfühlen“ Entwicklungsbedarf. Die Differenzierung im Unterricht könne nochmals ausgebaut werden, obwohl das Evaluationsteam erkennen konnte, dass diesbezüglich in den letzten Jahren Fortschritte erzielt worden seien. Als „nicht einheitlich genug“ erscheint gemäss Bericht die Beurteilungspraxis. Diese dürfte zusammen mit den Entwicklungsschritten zum Lehrplan 21 ohnehin weiterhin diskutiert werden.

 

Dank an die Lehrkräfte

Schulleiter Jürg Hellmüller möchte vor allem die Zielerreichung permanent überprüfen. Die Schlüsse aus dem Bericht sind wertvolle Hinweise zur Qualitätsverbesserung. Er dankte vorab den Lehrkräften, aber auch der Schulkommission für die tatkräftige Hilfe bei der Umsetzung der „Entwicklungsthemen“. Er wies schliesslich noch auf die zurzeit aktuellen Schwerpunkte hin, wie die interne Weiterbildung zum Lehrplan 21, die Einführung der Basisschrift sowie die Erarbeitung des „Bordbuches“ für das Schulprogramm 2017/20. Ebenfalls ein Dank kam von Gemeindepräsidentin Inge Schmid. Sie gratulierte zum Bericht und sagte, sie sei stolz auf die Schule Bühler. Sie warnte aber auch, dass ja nicht laufend Neues geboren werden müsse und dabei das eigentliche Lernen der Kinder zu kurz komme. Sie findet auch, dass die Kadenz der Evaluationen – nicht zuletzt aus Kostengründen – ruhig etwas verlängert werden dürfte.

Quelle: Anzeigeblatt Gais-Bühler vom 4. November 2016

 Evaluationsbericht