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Streng geheime Erzählnacht an der Primarschule: FBI Agentin in Bühler beklaut

In Bühler tummelten sich am Freitagabend Geheimagenten, Detektive, Kommissare, Schnüffler und andere zwielichtige Gestalten. Grund war ein Schulprojekt mit dem Codenamen «Streng geheim» das landesweit durchgeführt wurde.

«Drah di ned um der Kommissar geht um». Wer kennt ihn nicht den Hit des leider zu früh verstorbenen Falco? Dieser Hit hätte am Freitag die passende Musik sein können beim Spitzel und Agententreffen beim Schulhaus Hermoos in Bühler. Es dröhnte aber die Titelmelodie vom Pink Panther aus den Lautsprechern als in den Fenstern des alten Schulhauses mysteriöse Gestalten erscheinen die ein Hühnerhautfeeling erzeugten. Diese mysteriösen Gestalten erzeugten bei den Schülern aber eher Gelächter als Angst, als Schulleiter und Black Panther Jürg Hellmüller die rund 140 Schüler, viele in Begleitung ihrer Eltern, aufklärte worum es an diesem Abend geht. «Euch wird das Lachen schon noch vergehen wenn ihr seht was heute Abend auf Euch zukommt» warnte der Schulleiter die Jungdetektive und –Agenten.

 

Geheimer als geheim

Schweizweit wurde nämlich zur Erzählnacht aufgerufen an der letztes Jahr über 70 000 Schüler mitgemacht haben. Die Schweizer Erzählnacht, der grösste Kulturanlass unseres Landes, ist ein Leseförderungsprojekt des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien SIKJM in Zusammenarbeit mit Bibliomedia Schweiz und UNICEF Schweiz.

Streng geheim oder in der Agentensprache Top Secret hiess heuer das Motto dieser Erzählnacht. Der Anlass war so geheim, dass die meisten Agenten und Spione nicht mal mehr ihren Namen wussten. Im Verlaufe des Abends sah man dann einige bekannte Gesichter im Gebiet Hermoos. Unter anderen Meisterdetektiv Sherlock Holmes, das Kombinationsgenie Colombo, die tollpatschigen Detektive Schulz und Schulze oder die drei Fragezeichen. In den Kleidern dieser Ermittler und Schnüffler steckten natürlich die Lehrer und Lehrerinnen der Klassen.

 

Akribische Ermittlungsarbeit

Dann ging es an die Arbeit. Verbrechen mussten aufgeklärt, Geheimsprachen entschlüsselt, gesuchte Personen genau beschrieben oder Rätsel gelöst werden. In zehn Gruppen aufgeteilt schwärmten die jungen Ermittler los um die an sie gestellten Aufgaben zu lösen. Ein Posten hiess zum Beispiel Detektivausbildung und Fall lösen. Bei einem anderen musste ein winziger Ausschnitt eines Fotos dem Originalfoto zugeteilt werden. Besonders knifflig war das Entschlüsseln eines Geheimcodes und einer geheimen Botschaft. Auch diese beiden Aufgaben waren kein Problem für die meisten. Eine Herausforderung an die Schüler war auch das vertonen eines Kriminalfilms. In der Regel lösten die jungen Ermittler die Aufgaben mit Bravour. Manchmal standen einzelne Schnüffler aber auch auf dem Schlauch dann gab es Hilfe und Tipps von den erfahrenen Kommissaren und Detektiven. Bei erfolgreich gelösten Fällen gab es einen Verdienstorden für die Detektive.

 

Ungelöster Fall

Ein Fall blieb aber ungelöst. Beim Aussenposten hinter dem Hermossaal mussten die Kriminalisten mit Hilfe einer FBI Agentin nach verlorenen Sternen suchen, welche ihnen den Weg zu einem Schlüssel wiesen. Mit diesem Schlüssel konnte eine Schatztruhe geöffnet werden. Der Ort an dem der Schlüssel hätte liegen müssen wurde zwar gefunden, aber der Schlüssel nicht. Dieser wurde der Agentin von unbekannten Dieben buchstäblich unter dem Hintern weggeklaut.

 

Eigentlich ein ganz normaler Verlauf von Aufklärungsarbeit denn im richtigen Leben können auch nicht alle Fälle gelöst werden. Im Anschluss an die Ermittlungsarbeit wartete im Foyer des Schulhauses ein herzhaft angerichtetes Buffet mit gluschtigen Süssigkeiten auf die Agenten und Detektive an dem sie sich genüsslich tun und Erfahrungen austauschen konnten. Diese ungewohnte Schulstunde dürfte bei den meisten Schülern einen grossen Eindruck hinterlassen haben, von dem sie noch lange reden werden.

 

Quelle: Anzeigeblatt Gais-Bühler vom 15.11.2016